Breslau Rally: 25 Jahre Special - Aigner und die Presse

7. Mar. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 759 mal gelesen
Breslau Rally: 25 Jahre Special - Aigner und die Presse
Die Teilnehmer fahren quer durch eine Militär-Schiessbahn, die Presse ist immer mittendrin

Serie - 25 Jahre Rally Breslau Polen - Legenden und Geschichten: Franz Aigner, sein Presse-Konvoi und weinroter "DDR-Grenzbrecher". Wehe, wenn Du als Journalist bei Franz Aigner, Mitbegründer der Breslau und bis 2009 einer der beiden Chefs der Rally, in den "wilden Jahren" im Presse-Konvoi mitgefahren bist. Wenn Aigner nicht gerade irgendwelchen Teilnehmern persönlich helfen musste, leitete er gerne den Presse-Konvoi. Kleiner Nachteil für die Journalisten: Fast mit Garantie bekam man dann zwar ein Abenteuer, aber selten die erhofften Fotos.

Direkte Abkürzungen quer durch den Busch für Konvoi bevorzugt

Franz Aigner mochte Eines: Offroad. Und absolut off-the-road ging es im damaligen Presse-Konvoi hinter Franz. Er liebte das Querfeldein-Fahren und direkte Abkürzungen, immer "nach Erinnerung", selten nach GPS. Doch das hatte zwei Haken: Entweder endete der Pfad im Nirwana - oder Aigners Mercedes G muckte mal wieder. Oder Beides.



Wir erinnern uns an Franz Aigners ganzen Stolz, einen ehemaligen Mercedes G des US-Geheimdienstes, mit Dachluke, Löchern in den Scheiben zum Schiessen von Innen und teilweiser Panzerung. "Damit sind die Amis gerne an die DDR-Grenze oder in die DDR zum Spionieren gefahren," erklärte Aigner damals. "Da musste man schonmal flüchten. Deshalb wurde die gesamte Front verstärkt um im Zweifelsfall die DDR-Grenze gen Westen zu durchbrechen."



Zugegeben, ein extrem seltenes Auto. Das aber selten so fuhr wie es sollte. Franz Aigner hatte - wie viele Rallyteilnehmer seinerzeit - gerne die Angewohnheit, seine Autos erst 1-2 Tage vor dem Event oder gar zum Start zu checken. Oder auch gar nicht. Die Quittung kam dann in irgendwelchen einsamen polnischen Waldlichtungen: Irgendwas ist fest. Wasserschlauch geplatzt. Kühler will nicht. So in etwa. Natürlich passierten die Zwangspausen immer an Stellen, an denen es weder vor noch zurück ging. Und so lernte man als Journalist schnell: Wenn man Bilder haben will, muss man das selbst organisieren.

Die wilden Reparatur-Eskapaden hatten aber auch etwas Gutes: Spontane Parties, mitten im Wald. Und man lernte sich kennen. Wie den Karel, seinerzeit begnadeter Fotograf aus Tschechien. Doch das ist eine andere Geschichte...

hs/rbi | Fotos: RBI, marathonrally.com



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