Transanatolia Rally: Es wird nochmal spannend an der Spitze

30. Aug. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 772 mal gelesen
Transanatolia Rally: Es wird nochmal spannend an der Spitze
Zur Halbzeit ging es mit Vollgas über staubige Pisten und zahlreiche steinige Berge und Hügel...

Was für ein Camp! Nach einer langen 5. Etappe von 348 Kilometern, aufgeteilt in drei Stages, erreichten die Teilnehmer wie versprochen ein historisches Etappen-Ziel: Den 2150 Meter hohen Nemrut Berg, auf dessen Hochplateau König Antiochos I. noch vor unserer gezählten Zeit eine monumentale Kombination aus Heiligtum und Grabstätte errichtete, die von zig Steinköpfen bewacht wird. 700 Meter zu Fuss den Berg hoch musste laufen, wer den berühmten Sonnenuntergang vor den Steinköpfen miterleben wollte. Und trotz der erschöpfenden Etappe liessen sich das einige Teilnehmer am späten Abend nicht nehmen.

Schnellste Teilnehmer hatten Mittwoch schon 14 Rally-Stunden zusammen

Die Rally neigt sich langsam dem Ende entgegen und zur Hälfte am Mittwoch hatten die schnellsten Teilnehmer bereits 14 Stunden Rennzeit auf dem Zähler - das entspricht der Hälfte einer Dakar Rally. Nicht schlecht für eine Veranstaltung, die vor allem offen für Amateure ist. 02:58:45 Stunden benötigte der schnellste Teilnehmer, der Biker Maurizio Gerini aus Italien, für die 348 Kilometer der 5. Etappe.



Bei den SSV fahren Tsanko Tsankov und Zornitsa Todorova nun ihr eigenes Rennen an der Spitze - und bisher ohne nennenswerte Schäden, sieht man einmal von einem hohen Reifenverbrauch ab, mit dem dank der vielen Steine aber jedes Team kämpfen muss. 17:58:33 Stunden hat die bulgarische Can Am Crew auf der Uhr - und nach erneuten Problemen der Franzosen Yves Tartarin und Cedric Duple und deren erstmals eingesetzten Steenbok-Buggy (23:48:01) nun auch einen Riesen-Vorsprung.

Steenbok-Team bleibt wegen falschem Tank ohne Sprit am Hang liegen

Bei den beiden Steenbok-Franzosen lief es am fünften Tag der Rally nicht rund. In der zweiten Stage des Tages blieben sie - mitten an einem Hang - ohne Benzin liegen. Wie beide auf die harte Tour herausfanden, hatte der angebliche 120-Liter Tank nur 45 Liter geschluckt. Ein Motorradfahrer hielt neben den beiden und sie fragten nach 5 Litern Sprit, damit man weiterkäme.

Zur gleichen Zeit versuchte neben ihnen, das aktuell drittplatzierte Polaris SSV von Sahin / Sahin (30:24:05) den steilen und steinigen Hang hochzukommen. Das ging nur mit Gewalt und Vollgas - durch die Rüttelei löste sich aber ein Ersatzrad, rollte den Berg hinunter und traf das Motorrad, das gerade Sprit abzapfen wollte. Zum Glück kam Niemand zu Schaden.



Wie schon am Tag zuvor starteten die beiden weissen Unimogs der Truck-Kategorie in die Strecke, während Marino Mutti mit dem roten Mog aufgrund einer defekten Achse wieder nur Start-Ziel fuhr. Der Unimog des Teams Carlo / Cabini führt weiterhin, nun mit 26:58:26 Stunden. Mit etwas Abstand folgen Verzeletti / Isella (28:41:45) vor Mutti / Mazzoleni, die mit 34:38:16 Stunden wieder eine Zielzeit haben (bei kleineren Rallys kann man flexibel sein).

Land Rover Defender Crew verdrängt Toyota Prado Crew vom dritten Platz

Bei den Autos gab es wieder einen Wechsel in den Top 3 - und auch in den Top 10 haben sich einige Plätze verschoben - es ist eben noch alles offen! Mert Becce und Sertaç Tatar führen weiterhin mit ihrem Suzuki Vitara das Feld an und konnten ihren Vorsprung leicht ausbauen: Mit 19:07:20 Stunden liegen sie nun 14:09 Minuten vor dem Mitsubishi L200 von Batuhan Korkut und Ilayda Hanci Korkut (19:21:29).



Auf den 3. Platz vorgekämpft haben sich Tarık Gökbay und Osman Metin mit ihrem Land Rover Defender Prototypen. Mit 20:13:35 Stunden stahlen die den gestrigen Dritten Burak Ahmet Cepni und Hüseyin Afsar im Toyota Prado (20:16:10) mit nur 2:35 Minuten Vorsprung die eventuelle Podiums-Position. Auf Platz 5 liegt die Mitsubishi-Crew Engin / Tepe (20:51:58), die zu Beginn noch an der Spitze fuhren.

Hauptsache ins Ziel kommen - eine Hose ist dabei doch nebensächlich

Ohne Hosen, nur mit einem Slip untenrum bekleidet kam am Abend ein Motorradfahrer ins Camp. Sein Motorrad verlor während der Fahrt auf einer Seite Benzin, das tränkte die Hose des Piloten bis diese sich entzündete. Während der Fahrt konnte er das Feuer ausschlagen, schaffte es bis zum Ziel und riss sich dort die verbrannte Hose von den Beinen. Weil er die auf einem Rallybike schlecht transportieren konnte, schenkte er die Hose einem zuschauenden Bauern, der diese unbedingt als "Souvenir" haben wollte - und setzte seine Fahrt nur in Unterhose fort...



Am heutigen Freitag wird in der Türkei die vorletzte Etappe gefahren. Es geht über 280 Kilometer in zwei Stages vom Berg Nemrut nach Mardin im Südwesten, dabei wird der Atatürk-Staudamm passiert. Die Stadt Mardin ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Mardin im türkischen Teil Mesopotamiens. Die uralte Stadt liegt in der türkischen Region Südostanatolien, rund 20 Kilometer nördlich der Grenze zu Syrien und nicht weit vom Irak entfernt. Das Ziel wird direkt zwischen den Flüssen Tigris und Euphrat aufgebaut...

Autos Top 10 Gesamtwertung nach Etappe 05 / Donerstag

01) Becce / Tatar (TUR) I Suzuki Grand Vitara I TH 1.1 I 19:07:20
02) Korkut / Hanci Korkut (TUR) I Mitsubishi L200 I TH 2 I 19:21:29
03) Gökbay / Metin (TUR) I Land Rover Defender I TH 1.2 I 20:13:35
04) Cepni / Afsar (TUR) I Toyota Prado I TH 1.2 I 20:16:10
05) Engin / Tepe (TUR) I Mitsubishi Pajero I TH 1.2 I 20:51:58
06) Yilmaz / Demirbay (TUR) I Suzuki Grand Vitara I TH 1.1 I 21:19:05
07) Güzelbey / Özkargin (TUR) I Toyota Land Cruiser I TH 2.1 I 22:42:32
08) Saygili / Sayar (TUR) | Toyota FJ Cruiser I TH 2.1 I 23:40:38
09) Kurt / Dölek (TUR) I Mitsubishi L200 I TH 2.2 I 23:41:36
10) Islikci / Kara (TUR) I Mitsubishi Pajero I TH 2.1 I 23:56:09

Trucks (alle) Gesamtwertung nach Etappe 05 / Donnerstag

01) Carlo / Cabini (ITA) I Mercedes Unimog I 26:58:26
02) Verzeletti / Isella (ITA) I Mercedes Unimog I 28:41:45
03) Mutti / Mazzoleni (ITA) I Mercedes Unimog I 34:38:16

SSV (alle) Gesamtwertung nach Etappe 05 / Donnerstag

01) Tsankov / Todorova (BGR) I Can Am Maverick I 17:58:33
02) Tartarin / Duple (FRA) I Propulsion Steenbok I 23:48:01
03) Sahin / Sahin (TUR) I Polaris RZR Turbo I 30:24:05
04) Caglar / Danisment (TUR) I Can Am Maverick I 30:34:46

hs/schekahn/ellen lohr/elisabetta caraccioli | Fotos: Transanatolia Rally




 

WEITERE PASSENDE NACHRICHTEN ZUM ARTIKEL

Bezahlte Empfehlung | Anzeige


VIDEO TIP AUS UNSEREM KINO



SERIEN & SPECIALS BEI JOHNTIM.DE


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


Social Media und Kontakt

Facebook

social

Twitter

social

Youtube

video

Dailymotion

video

Newsletter

kontakt

E-Mail Box

kontakt


Bezahlte Empfehlung | Anzeige



Bezahlte Empfehlung | Anzeige


SERIEN & SPECIALS BEI JOHNTIM.DE


Bezahlte Empfehlung | Anzeige