Tesla stellt neues Model Y vor - Begeisterung überschaubar

18. Mar. 2019 I Autor: Hagen Greifenthal I 1209 mal gelesen
Tesla stellt neues Model Y vor - Begeisterung überschaubar
Ein Tesla 3, wie ein Golf Plus in die Höhe gezogen: Teslas neues Modell erzeugt kaum Begeisterung

Der Tesla-Hype scheint abgeschwächt: Die Premiere des neuen Model Y am vergangenen Wochenende (15.03.2019), von Tesla unsinnigerweise als SUV betitetelt, wurde eher verhalten zelebriert - vergleicht man die aktuelle Vorstellung mit bisherigen Präsentationen. Zwar hatte man auch diesmal wieder eine Schaar devoter Tesla-Anhänger in Sekten-ähnlichem Verhalten zum Jubeln in eine Halle rekrutiert, aber selbst Elon Musk stotterte nur vor sich hin, seine Witze kamen nicht an, von ihm betonte Highlights wurden nicht aufgenommen. Kurz: Nachdem der Y auf der Bühne stand war der Hype vorbei.

Tesla nennt neues Modell SUV - es sieht aber aus wie Golf Plus

Einen Moment stockte die Präsentation: Bei der Verkündigung der Reichweite des Model Y: 480 bzw. 540 Kilometer maximum sind - speziell für Tesla - ein Witz. Und so dachten die Tesla-Jünger wohl auch an einen Witz als Elon Musk die Reichweite verkündete. Es blieb erstaunlich still. "Das bei weitem sicherste mittelgrosse SUV der Welt" will das Model Y laut Firmenchef Elon Musk sein – und dazu die Funktionalität eines SUV bieten. Die hört jedoch schon bei Punkt 1 auf: Der Geländegängigkeit. Die beträgt - wie beim Model X - nahezu Null.



Von der Form wirkt der neue Tesla eher wie ein alter Golf Plus, optisch sieht er wie eine klobige Kopie des Model 3 aus. Dennoch ist er eigenständig – mit weiter vorn angesetzter A-Säule, anderen Türausschnitten sowie Kunststoff-Applikationen. Statt der kleinen Kofferraumluke des Model 3 gibt es sogar eine richtige Heckklappe. Doch weil sich Elemente wie die Scheinwerfer und Rückleuchten im gleichen Design wie beim Model 3 präsentieren, wirkt der Model Y nicht besonders originell – und auch nicht gerade neu.

Das gilt ebenso für das Interieur: Es ist mit jenem des Model 3 weitgehend identisch, allerdings will Tesla hier eine dritte Sitzreihe anbieten. Wie die in das Auto hineinpasst, bleibt momentan das Geheimnis der Entwickler - der Hersteller spricht erstaunlicherweise von Raum für sieben Erwachsene.

Fahrleistungen wie ein 3er BMW, aber nicht Langstrecken-freundlich

Der neue Tesla soll in seiner Einstiegsvariante mit Heckantrieb 192 km/h schnell sein und in rund 6 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten, diese Version soll ab Anfang 2022 sogar in Europa gebaut werden. Alle anderen Varianten kommen in den USA ab Ende 2020 und in Europa wie China ab Anfang 2021. Dazu gehört die ebenfalls heckgetriebene Version "Long Range", die 209 km/h läuft, in 5,8 Sekunden auf Tempo 100 sprintet und nach dem äusserst optimistischen WLTP-Zyklus mit einer Batterieladung 540 Kilometer weit kommt.



Sportliche Fahrer sollen mit zwei Motoren und Allradantrieb auf ihre Kosten kommen: Die "Dual Motor Long Range"-Variante schafft 217 km/h, von null auf 100 km/h in 5,1 Sekunden und 505 Kilometer Reichweite. Und dann gibt es noch die Version "Performance", deren Reichweite, der Bereifung geschuldet, auf 480 Kilometer sinkt, die aber erst bei 241 km/h abregelt und den Standardspurt in 3,7 Sekunden schafft.

Preise beginnen bei 55.000 Euro, Bestellungen ab sofort möglich

Die Preise für die heckgetriebene Long-Range-Variante beginnen bei 55.000 Euro, die Allradversion kostet 59.000 Euro und für die Performance-Variante müssen stolze 67.000 Euro den Besitzer wechseln. Mit Vollausstattung lässt sich der Preis auf über 83.000 Euro treiben. Die Auslieferungen in Europa dürften frühestens in zwei Jahren beginnen.

Tesla hofft, massenhaft Anzahlungen für den Y einzusammeln: Für 2.000 Euro kann man sich ein Auto sichern. Doch der Hype um das Model 3, bei dem viele Kunden wie bei einem neuen Apple-Produkt über Nacht Schlange standen, wird sich nicht wiederholen lassen. Vor dem Hintergrund der Anlaufschwierigkeiten und Qualitätsprobleme beim 3er – das schon jetzt ohne nennenswerte Lieferzeit zu bekommen ist – dürften es die meisten potentiellen Kunden vorziehen, abzuwarten.

hs/schekahn/meiners/ampnet | Fotos: Tesla

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