BMW akzeptiert Bussgeld über 8,5 Mio Euro im Diesel-Skandal

26. Feb. 2019 I Autor: Maren Tamm-Headland I 473 mal gelesen
BMW akzeptiert Bussgeld über 8,5 Mio Euro im Diesel-Skandal
BMW muss wegen unerlaubter Abschalteinrichtungen 8,5 Millionen Euro Strafe zahlen

Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft München I hat die BMW AG einen Bussgeldbescheid über 8,5 Millionen Euro im Zusammenhang mit Ermittlungen zu prüfstandsbezogenen Abschalteinrichtungen in den Fahrzeugen der Modellreihen M550xd und 750xd akzeptiert. Nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 22. Februar 2019 können prüfstandsbezogene Abschalteinrichtungen einen Sachmangel darstellen.

"Aus unserer Sicht können Käufer dieser Fahrzeuge in diesem Zusammenhang Schadensersatzansprüche gegen BMW geltend machen", erklärt der Hamburger Rechtsanwalt Christian Rugen von Hahn Rechtsanwälte. Die Kanzlei hat bereits Anfang Januar 2019 eine erste Klage für einen Käufer eines BMW 750Ld xDrive gegen BMW beim Landgericht München I eingereicht.

Hintergrund waren Testergebnisse der Deutsche Umwelthilfe e.V. in einem Praxistest, nach denen der BMW 750d hinsichtlich der Abgasstoffmenge im regulären Betrieb im Strassenverkehr einen im Durchschnitt 8,1 Mal grösseren Ausstoss aufwies als im Prüfstandbetrieb. Nach der Bewertung der Deutschen Umwelthilfe nahm dieses Fahrzeug damit Platz 15 der schmutzigsten Dieselfahrzeuge ein (von 79 getesteten Dieseln der Abgasnorm Euro 6).

hs/hahn/ots | Fotos: Web, Agentur


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