Bezahlte Empfehlung | Anzeige

NAVIGATION

Baja Spain Aragon: Die Reifen, das Getriebe und alle Steine

26. Jul. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 325 mal gelesen
Baja Spain Aragon: Die Reifen, das Getriebe und alle Steine
Sonnenblumen, Staub - aber auch Regen: Die Baja Spain Aragon ist in jedem Jahr eine Überraschung

Tagessieger Orlando Terranova ist eher der schweigsame Typ. Was sollte er auch gross erzählen, hat er doch beide Stages des Tages knapp aber mit Bravour gewonnen. Aber er hatte eben auch Glück, alles lief prima. Überraschungs-Starter und zweifacher Dakar-Sieger Joan "Nani" Roma hatte hingegen mehr zu erzählen - immerhin war sein Start bis wenige Tage vor der Rally noch komplett offen. "Wir hatten einfach kein Auto und ich bin 7 Monate keine Rally mehr gefahren," berichtet der Katalane. "Dann hatte ich die Möglichkeit, das Auto von Boris Garafulic zu übernehmen. 9 mal habe ich hier gewonnen, da wäre ein 10. Sieg doch klasse!"

Zweifacher Dakar Sieger fuhr nach 7 Monaten Pause prompt auf Platz 4

Aber heute hatte die spanische Rally-Legende ein wenig Pech. Wobei: Nach 7 Monaten Pause prompt mit nur 3:37 Minuten Rückstand auf Platz 4 zu fahren, ist schon ein Meisterstück. Aber es wäre noch schneller gegangen: "Erst hatten wir eine Reifenpanne, die war schnell behoben," so Roma. Doch dann klemmte der 2. Gang, die Mechaniker hatten zwischen den Stages nur wenig Zeit, konnten den Fehler aber nicht finden. "Sie haben alles versucht. Dann bin ich eben im 2. Gang los. Ging auch. Doch dann hatte ich den Toyota von Bernhard ten Brinke vor mir, er hatte wohl Probleme mit den Bremsen, auf jeden Fall kam ich nicht vorbei. Egal. Uns geht es prima, wir sind zufrieden mit dem Ergebnis," so der sympathische Ex-Motorrad Pilot.



Der holländische Toyota Gazoo-Werksfahrer Bernhard ten Brinke bestätigte die Probleme: "Nach 82 Kilometern waren die Bremsen kaputt. Wir konnten nur noch etwa 90 km/h fahren, ich musste mit der Handbremse bremsen. Aber immerhin Platz 5. Hoffentlich können wir morgen noch etwas Zeit zurückholen." Dennoch war der Holländer mit seinem belgischen Navigator Tom Colsoul der beste aller zahlreichen Toyota Hilux.

Vasilyev hat nur noch 3 Gänge, Martin Prokop ist in den Flitterwochen

Denn Probleme - ebenfalls mit Reifen und Gängen - hatte auch Favorit Vladimir Vasilyev. Der Russe und sein Navigator Konstantin Zhiltsov, jahrelang der Co von Legende Jean-Louis Schlesser, waren zuerst vom (kurzfristigen) Regen in Spanien und der entsprechend nassen Strecke überrascht. "Wir sind als Erste gestartet und haben quasi die Spur gelegt," berichtet Vasilyev. Doch erst warf ihn ein Reifenwechsel zurück, dann Probleme mit dem Getriebe. "Auf einmal gingen die Gänge nur noch bis zum 3. Gang. Kein Speed mehr. Wir mussten soviele Teilnehmer überholen lassen. Die letzten 30 Kilometer sind wir dann nur noch entsprechend langsam gefahren." Immerhin reichte es für Platz 7.



Martin Prokop, der seinen tschechischen Ford Ranger (Ex Hummer H3 mit neuer Hülle) auf Platz 2 scheuchte, blieb gelassen. "Ein sehr schneller Tag," grinste er nur. Grinsen kann er übrigens gerade doppelt: Nicht nur, das er das tschechische Auto schon seit 2018 in immer neue Sphären fährt, letzte Woche hat er frisch geheiratet, sieht die Spanien Baja als seine Flitterwochen. Ebenso cool zeigte sich der Pole Jakub Przygonski des X-raid Orlen Teams (Platz 3): "Alles lief ohne besondere Vorkommnisse. Wir hatten einen Reifenschaden, das hat 2 Minuten gekostet. Aber wir haben ja noch einen Tag," so der Pole.

Vanagas Eindruck: Als hätte man alle Steine der Welt hierher importiert

Für den Litauer Benediktas Vanagas, unterwegs mit seinem schwarzen, privaten Overdrive Toyota Hilux, war der Tag eigentlich gar nicht so schlecht: Am Ende Platz 9, 14:35 Minuten hinter dem Tagessieger. Der Unternehmer ist mit 50.000 Followern auf Instagram in seiner Heimat ein echter Star: "Es ist ein toughes race hier, sehr speziell. Ich lerne mit jedem Kilometer. Es hat ein wenig den Eindruck, als hätte man alle Steine der Erde für diese Baja importiert," schmunzelt der Litauer.



Am morgigen Samstag werden die beiden Etappen nochmals gefahren, diesmal aber andersrum. Der Tag beginnt für die Autos schon um 8:00 Uhr mit der kleinen 86,74 Kilometer langen Etappe, gefolgt von der zweiten 164,78 Km langen Etappe... dann steht der Sieger schon fest!

Gesamtwertung FIA Autos nach Etappe 01 am Freitag

01) Terranova / Graue (ARE) I X-raid Mini I 03:14:41 I 00:00:00
02) Prokop / Tomanek (CZE) I Ford Raptor I 03:17:58 I 00:03:17
03) Przygonski / Gottschalk (POL/DEU) I X-raid Mini I 03:18:03 I 00:03:22
04) Roma / Haro (ESP) I X-raid Mini I 03:18:18 I 00:03:37
05) Ten Brinke / Colsoul (NDL/BEL) I Toyota Hilux I 03:19:00 I 00:04:19
06) Ramos / Jesus (PRT) I Toyota Hilux I 03:20:31 I 00:05:50
07) Vasilyev / Zhiltsov (RUS) I Toyota Hilux I 03:22:52 I 00:08:11
08) Recuenco / Alijas (ESP) I X-raid Mini I 03:25:12 I 00:10:31
09) Vanagas / Rozwadkowski (LTU/POL) I Toyota Hilux I 03:29:16 I 00:14:35
10) Alvarez / Monasterolo (ARG) I VW Amarok I 03:30:51 I 00:16:10

hs/schekahn | Fotos: Baja Spain Aragon, Prokop, X-raid, Nani Roma, MCH






 

WEITERE PASSENDE NACHRICHTEN ZUM ARTIKEL

Bezahlte Empfehlung | Anzeige


VIDEO TIP AUS UNSEREM KINO



SERIEN & SPECIALS BEI JOHNTIM.DE


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


Social Media und Kontakt

Facebook

social

Twitter

social

Youtube

video

Dailymotion

video

Newsletter

kontakt

E-Mail Box

kontakt


Bezahlte Empfehlung | Anzeige



Bezahlte Empfehlung | Anzeige


SERIEN & SPECIALS BEI JOHNTIM.DE